Versetzt

Grevener Straße 53, 48149 Münster

     
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  AUTORENLESUNG MIT DIAVORFÜHRUNG  
   
  "Operation 1653. Stay rude, stay rebel."  
   
 

"Operation 1653" erzählt eine authentische Geschichte. Angewiesen durch anonyme Briefe einer ominösen >Organisation<, mittels Führungsoffizieren und Dossiers wird Bernd Langer auf eine Reise mit unbekanntem Ziel geschickt: Von Göttingen über Hamburg nach Amsterdam und Köln, den Rhein entlang, wo er sich einige Tage in einem Nonnenkloster aufhält, um schließlich in New York zu landen. Während dessen sind rätselhafte Aufgaben zu lösen. Die Reise führt den Autor in eine Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte, die eng mit der autonomen Bewegung verbunden ist. Es entsteht die persönliche Schilderung eines Menschen, der ab Ende der siebziger Jahre an Brennpunkten der politischen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht in der BRD beteiligt ist. Auf unterhaltsame Weise wird nachvollziehbar, wie man zum Autonomen wird und welche Werte und politischen Vorstellungen dabei wichtig sind und wie die autonome antifaschistische Bewegung entsteht und sich organisiert. Hell lodern die Flammen der Straßenschlachten, Anschläge und illegalen Aktionen. Auch die Unerbittlichkeit des Kampfes wird gezeigt, die Toten und die Verfolgung durch die Polizei und Justiz beschrieben. Interessant wird die Schilderung, weil sie auch von den Zweifeln auf diesem Weg spricht und das Scheitern vieler Vorstellungen vor Augen führt. Der krimiähnliche Reiseverlauf bildet den Leitfaden der tiefgreifenden, amüsanten und zuweilen bizarr geschilderten Erinnerungen.

 
   
  Wer ist Bernd Langer?  
   
 
Bernd Langer, Jahrgang 1960, seit 1977 mit der autonomen Szene verbunden. Aktivist bei militanten Auseinandersetzungen und an der Organisierung der autonomen Antifa-Bewegung beteiligt. In den 90er Jahren bekanntes Mitglied der Autonomen Antifa (M) aus Göttingen und des bundesweiten Antifa-Organisationsversuches Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation. 1995 Angeklagter im § 129/129a Verfahren (Bildung einer kriminellen Vereinigung/Werbung für eine terroristische Vereinigung), gegen die Autonome Antifa (M). Dem größten Verfahren gegen Antifaschisten in das in der Bundesrepublik bislang stattfand, mit insgesamt 17 Angeklagten. Die Anklagen wurden nach einem Vergleich mit der Staatsanwaltschaft 1996 eingestellt.
Ebenfalls seit den 80er Jahren ein Initiator der Initiative KuK (Kunst und Kampf), die einen neuen revolutionären Kunstbegriff propagierte. Seit 1990 beteiligt an der Wanderausstellung „Kunst als Widerstand", die später unter dem Titel „Verbotene Kunst" weitergeführt wurde. In dieser Ausstellung wurde die juristische Verfolgung von KuK-Plakaten und Aktionen sowie darüber hinaus die Kriminalisierung vieler Plakate aus dem linken Widerstand in der BRD dokumentiert. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zum Thema antifaschistischer Widerstand. 1997 Autor des Buches „Kunst als Widerstand", 1998 Herausgabe einer überarbeiteten und aktualisierten Fassung in englischer Sprache unter dem Titel „Art as Resistance".
 
   
 

Lesung mit Diavorführung

Donnerstag, 26.02.2004, ab 20.00 Uhr

Versetzt (Grevener Str. 53)

"Operation 1653. Stay rude, stay rebel." erscheint im Plättners Verlag